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Einführung in die Sexgeschichte der Religion, Sitte & SexVor langer Zeit streiften die Urmenschen in Horden durch die Landschaft. Kinder entstanden einfach so. Die Frau genoss ein hohes Ansehen, da sie die Grundlage des Weiterbestehens der Horde sicherte. Erst als festgestellt wurde, dass der Mann an der Schaffung neuen Lebens beteiligt ist, wurden die Grundlagen der Unterdrückung der Frau gelegt. Der Mann dominierte aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit fortan die Frau und setzte die Maßstäbe. Es gibt aber im Amazonasgebiet einige Ureinwohner, bei denen heute noch die Frau für die Schaffung neuen Lebens allein verantwortlich ist. Wenn Ihr diese Stämme besucht, werdet Ihr zur Begrüßung (wenn Ihr männlichen Geschlechts seid) von den Frauen beiseite genommen und zum Sex "gezwungen". Das gestörte Verhältnis zur Sexualität, das noch in der heutigen Zeit oft anzutreffen ist, ist in den sogenannten monotheistischen Weltreligionen, die dem Grunde nach körperfeindlich sind, begründet (s. Bibel, Buch Leviticus). Christentum und Islam haben aus diesen "grandiosen" Überlieferungen nicht wenig geschöpft. Wenn Ihr wissen wollt, was alles in Palästina und Kleinasien vor 3.000 - 5.000 Jahren an der Tagesordnung war, so müsst Ihr wieder in den bereits benannten "Leviticus" schauen. Denn verboten werden muss nur, was üblich ist und auch praktiziert wird, und das war nicht gerade wenig (z.B. Bi- und Tiersex). Auch wurden blühende Kulturen (wie z.B. Sodom und Gomorrha) von den Israeliten ausgelöscht. Aber auch sonst war der vordere Orient die Wiege der Lust. Bei einigen Völkern wurden junge Menschen in Tempeln angelernt und konnten Ihr Wissen unter Aufsicht kundiger Priesterinnen, die ein hohes Ansehen genossen, an den nächsten Jahrgang weitergeben. Bei anderen Völkern vollzog der König vor den Augen des Volkes mit der Oberpriesterin jedes Jahr die heilige Hochzeit. Die Beispiele ließen sich fortsetzen. Im griechisch-römischen Kulturkreis ging man mit der Sexualität auch recht offen (wenn auch schon eingeschränkter) um. Bei den Griechen war die Bisexualität (bei Männern) gesellschaftlich akzeptiert. Auch die Römer waren für Ihre Lüsternheit bekannt, men denke u.a. an die Ausgrabungen in Pompei. Bei den Kelten hatten die Frauen besondere Eigentums- und Männerwahlrechte. Die Männer trieben es auf Feldzügen ohnehin untereinander. Selbst bei den Germanen, die als besonders keuch und sittlich gepriesen wurden (u.a. Tacitus), gab es keine Körperfeindlichkeit. Die Lust war von den Göttern gegeben. In Europa konnten die Irrlehren des Klerus lange Zeit keinen wesentlichen Schaden anrichten, denn Theorie und Praxis klafften weit auseinander. Schließlich lebten Familien in einem Raum, und die Kinder konnten bei Ihren Eltern lernen und hatten so von Grund auf ein natürliches Verhältnis zur Sexualität. Nicht umsonst legten Ritter ihren Frauen Keuchheitsgürtel an, so dass die geplagten Weiber sogar Muster kacken mussten (schaut Euch so ein Teil mal im Museum an). Es ist auch von Massenpaarungen auf freiem Felde, die nach öffentlichen Folterungen und Hinrichtungen stattfanden, überliefert. Erst mit dem Aufkommen des Bürgertums im 19. Jahrhundert trat ein Wandel ein. Es gab (natürlich nur bei vermögenden Schichten) Einzelzimmer für Kinder, Sex wurde ein Tabuthema. Es wurde die Erziehungswissenschaft erfunden. Und somit brachten Psychopathen ihre kranken Ideen schließlich unter das gesamte Volk. In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass in Frankreich jungen Mädchen die Geschlechtsteile mit Säure verätzt wurden, um "krankhafter" Lust vorzubeugen. In ganz Europa wurden Jungen beschnitten, um das Masturbieren zu erschweren (dies ist natürlich völlig unsinnig, denn Beschnittene haben i.d.R. sogar mehr Lust). Die Folgen dieser Wahnvorstellungen sind noch heutzutage zu spüren. Selbst in Indien, wo die Sexualität eigentlich in die Religionsausübung integriert ist, wurden in der Kolonialzeit durch die Briten (ein verklemmtes Inselvolk, bei dem heute noch z.B. Analverkehr gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt ist), die Grundlagen zur Prüderie gelegt. So musste kürzlich ein Mann, der einer Frau einen Kuss in der Öffentlichkeit gab, für 5 Jahre (!) in den Steinbruch. Glücklicherweise leben wir in Deutschland im 3. Jahrtausend in einer Zeit, in der wieder alles möglich ist. Jedes Individuum hat dank der Literatur, der Medien, der psychologischen Beratungsstellen und der globalen Kommunikationsmöglichkeiten die Möglichkeit, zu sich selbst zu finden und seine Instinkte und Bedürfnisse wiederzuentdecken und auszuleben! Die bürgerlich-klerikalen Elemente schauen mitunter recht ratlos auf diese "Unsittlichkeiten" in diesem, unserem Lande. Und das ist gut so!
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